Ohne Nein ist dein Ja nichts wert

Shownotes

Du weißt schon beim Zuhören, dass du gleich Ja sagst. Und in der Sekunde, wo du auflegst, bist du wütend auf dich.

Heute geht es ums Grenzen setzen. Darum, wo dein Nein sitzt, warum es so schwer ist, es auszusprechen, und was es kostet, wenn man es nicht tut.

Darin:

Warum das Nein sich im Körper meldet und nicht im Kopf, und warum die Stelle bei jedem woanders sitzt. Warum dieselbe Grenze bei einem Menschen nichts kostet und beim nächsten nicht rausgeht. Was Kopf und Herz dazwischenreden, und warum beide es gut meinen. Wie früh das anfängt, an meinem eigenen Beispiel. Warum ich es zulasse, obwohl ich es spüre. Rolf Sellin nennt das die Gutmännchen. Warum Helfenkönnen und Nichtaufhörenkönnen zwei verschiedene Sachen sind. Warum eine Mauer nicht die Lösung ist, wenn du feinfühlig bist. Die zwei Fragen, mit denen ich sortiere, was meins ist und was ich mitgenommen habe. Wo das Wort Nein herkommt, und warum das die ganze Sache ist. Drei Sachen, die beim Aussprechen wirklich helfen. Warum es sich danach erst mal schlechter anfühlt. Was es mich gekostet hat, jahrelang auszubrechen statt zu reden.

Die Frage, die ich dir mitgebe: Wo hast du diese Woche Ja gesagt und im selben Moment gewusst, dass es ein Nein war?

Nächstes Mal geht es um die Intuition.

Und wenn du kaum noch schläfst, deinen Alltag nicht mehr schaffst oder Wahrnehmung und Wirklichkeit nicht mehr sicher auseinanderhalten kannst, hol dir bitte ärztliche oder therapeutische Unterstützung. Das steht deiner inneren Führung nicht im Weg.

Auf meiner Seite steht, wie ich arbeite, dort liegen alle Folgen, und du kannst dich in meinen Newsletter eintragen: https://earthguardian.de

Zwischen den Folgen schreibe ich im Telegram-Kanal, da geht es persönlicher zu: https://t.me/earthguardian_de

Transkript anzeigen

00:00:00: Du hast das Telefon am Ohr.

00:00:02: Während der andere noch redet, weißt du schon was du gleich sagen wirst?

00:00:06: Du merkst es sogar im Bauch so ein leichtes Ziehen ganz kurz und dann hörst du dich selber sagen ja klar mach ich aber in der Sekunde wo du auflegst wirst du wütend nicht auf den anderen auf dich weil du schon wieder gemacht hast.

00:00:26: jetzt kommt der Teil über den kaum jemand redet.

00:00:29: Du fängst an dir zu erklären, warum es diesmal wirklich nicht anders ging.

00:00:33: Der hat ja gerade so viel um die Ohren und jetzt habe ich ja schon Ja gesagt!

00:00:39: Heute geht's ums Grenzen setzen – darum wo dein Nein eigentlich sitzt….

00:00:45: Und was passiert wenn du es aussprichst?

00:00:49: Wenn du das kennst dann bist du hier richtig.

00:00:51: Ich bin Jennifer und das hier ist der Earth Guardian Podcast.

00:01:00: Meine Richtung dabei, Wahrheit, Liebe, Freiheit.

00:01:05: Ich weck dich nicht auf und ich sortiere dich nicht ein.

00:01:07: Und schubladisierbar!

00:01:09: Wieder Boden unter den Füßen, darum geht es

00:01:11: hier.".

00:01:14: Ich habe dir in Folge zwei was erzählt – und das ist jetzt sechs Wochen her.

00:01:19: Ich hab gesagt, dass fühlen war nie mein Problem.

00:01:22: Das Aussprechen war's.

00:01:25: Dann hab' ich dich damit stehen lassen.

00:01:27: Heute hole' ich Dich genau da wieder ab.

00:01:32: Also, wo sitzt dieses Nein eigentlich?

00:01:37: Nicht im Kopf.

00:01:39: Der Kopf ist viel zu langsam dafür.

00:01:42: Es meldet sich im Körper und es ist schon da bevor du über weißt worum es geht.

00:01:48: Wir sagen Bauch dazu.

00:01:50: Bei den meisten stimmt das auch bei manchen ist es aber eine enge Im Brustkorb, beim Manchen wird's flaue Magen Und bei jemand anders wird einfach alles taub.

00:02:01: Es ist egal wo.

00:02:02: Wichtig ist nur, dass du die Stelle kennst.

00:02:06: Weil es ist jedes Mal dieselbe Meldung – bis hierhin und nicht weiter!

00:02:13: Noch was weil das jetzt klingt als wäre das eine feste Linie… Ist es nicht?

00:02:18: Die verschiebt sich je nachdem wie es dir gerade geht und je nach dem wer vor dir sitzt.

00:02:26: Beim einen sagst du sofort nein und es kostet dich gar nichts.

00:02:30: beim anderen bekommst du dasselbe Wort nicht raus.

00:02:34: Das heißt nicht, dass du inkonsequent bist.

00:02:37: Die Frage ist nämlich gar nicht wo es meine Grenze?

00:02:41: die frage ist Wo ist sie heute bei diesem menschen nur?

00:02:50: und jetzt kommt die stelle an der es schief geht.

00:02:53: Da sind nämlich noch zwei andere die auch was zu sagen haben.

00:02:59: Der kopf sagt so schlimm ist das doch gar nicht.

00:03:02: Andere halten das doch aus.

00:03:05: Jetzt stelle dich mal nicht so

00:03:06: an.".

00:03:08: Und das Herz sagt, aber du magst den doch.

00:03:13: Die meint es doch nicht so!

00:03:16: Weißt Du was das Fiesel daran ist?

00:03:19: Beide meinen es gut.

00:03:21: Der Kopf will dass du keine Ärger bekommst und das Herz will dass die Verbindung bleibt.

00:03:28: Und während die beiden reden... ...ist der Bauch schon wieder still.

00:03:34: Das war bei mir jahrelang so Dass ich es erst gemerkt habe wenn's zu spät war.

00:03:39: Ich habe dir in Folge drei erzählt, dass bei mir zuerst die Wut kommt und dass die viel zu spät kommt.

00:03:44: Monate manchmal.

00:03:48: Was ich dir nicht erzählt hab ist was in der Zeit davor passiert.

00:03:52: Da hat sich mein Bauch jeden einzelnen Tag gemeldet!

00:03:55: Ich hab ihn gehört!

00:03:58: Ich habe nur nichts gemacht.

00:03:59: Also das stimmt nicht so ganz.

00:04:02: Ich habe schon etwas gemacht.

00:04:03: Ich hab mich betäubt Nicht weil ich zu faul war hinzuhören sondern weil ich noch nicht bereit war das zu fühlen.

00:04:11: Es gibt Sachen, die kannst du nicht aufmachen solange du keinen Boden hast.

00:04:17: Das war keine Ausrede!

00:04:19: Das war das was ich damals konnte.

00:04:23: Weißt Du?

00:04:24: Das lernst du früh.

00:04:27: Ich will nicht in die Schule gehen, gibts ja nicht.

00:04:30: Das wird überhaupt nicht diskutiert.

00:04:31: Das ist halt so.

00:04:33: Es war schon immer so.

00:04:34: man geht halt in die schule.

00:04:35: Schluss aus Basta.

00:04:39: So lernst du, dass die Meldung von innen nicht zählt und irgendwann hörst du auf sie überhaupt ernst zu nehmen.

00:04:46: Ich erzähl dir mal wie früh das bei mir angefangen hat.

00:04:50: ich war noch einer Grundschule und hatte eine Empfehlung fürs Gymnasium Und ich wollte nicht!

00:04:56: Ich hatte überhaupt kein Bock auf Schule.

00:04:58: Ich wollte leben rausgehen Abenteuer erleben.

00:05:04: meine Familie wollte gymnasium.

00:05:09: Es gab sogar einen Führerschein oben drauf, wenn ich es mache.

00:05:14: Jetzt rate mal was ich gemacht habe!

00:05:18: Ich hab nicht nein gesagt.

00:05:21: Ich hab mich genau bei dem Gymnasium beworben von dem ich wusste dass mein Schnitt da nicht reicht.

00:05:26: Zweitwunsch real Schule angenommen plan aufgegangen.

00:05:33: Ich fand das damals ziemlich clever.

00:05:36: Ich finde das heute immer noch ein bisschen clever nur... bekommen was ich wollte und trotzdem hat kein Mensch gehört, das ist ein Unterschied.

00:05:52: Und dann kam Jahre später an Anruf Ich sollte ein halbes Jahr früher mit der Ausbildung anfangen in Cuxhaven und in mir war sofort oh Gott nein!

00:06:00: Ich will da eigentlich gar nicht hin.

00:06:03: Meine Familie fand super und ich habe zugesagt Ich habe am dreißigsten Januar meinen achtzehnten Geburtstag gefeiert.

00:06:12: Am einunddreißigste bin ich gefahren, am ersten hat die Ausbildung angefangen.

00:06:17: Herzlichen Glück von Jennifer.

00:06:21: Schon da bin ich nicht für mich eingestanden!

00:06:25: Ich will das gar nicht in meiner Familie in die Schuhe schieben.

00:06:28: Das war ja überall so.

00:06:30: Das war einfach die Zeit.

00:06:31: Man macht eine Ausbildung, dass ist der Weg, das macht man halt so.

00:06:36: Die haben nicht gedrückt, die haben gesagt was damals alle gesagt haben Und trotzdem sage ich nicht, dass es falsch war.

00:06:44: Ich weiß ja gar nicht was gewesen wäre, wen ich nicht getroffen hätte, was ich nicht gelernt hätte.

00:06:53: Wir bilden uns immer ein wir hätten alles in der Hand haben aber nicht hingucken Ja Aber nicht verurteilen.

00:07:03: Ich bin durch diese Sachen der Mensch geworden der ich heute Bin.

00:07:08: Jetzt kommt die Frage um dies mir heute eigentlich geht.

00:07:12: Nicht Warum spüre ich das nicht, sondern warum lasse ich es zu?

00:07:18: Obwohl ich es spüre.

00:07:21: Ich habe dazu was recherchiert.

00:07:24: Rolf Sellin beschreibt das so Du kannst die Zugbrücke hochziehen und das Tor verriegeln Und trotzdem steht plötzlich jemand mitten in deinem Wohnzimmer Weil da so kleine Männchen in dir sind Die zünden eine Laterne an gehen runter durch einen Geheimgang und winken die anderen einfach rein.

00:07:45: Er nennt sie Gutmännchen.

00:07:48: Gutmädchen wollen immer gut sein, sofort ohne nachzudenken und danach fühlen sie sich richtig gut dabei.

00:07:56: Manche nennen das People-Pleasing.

00:08:00: Ich finde das Bild mit dem Männchen ehrlicher weil es beschreibt was ich mache und nicht was ich bin.

00:08:08: Ich kenne die ziemlich genau!

00:08:10: Ich habe mich jahrelang angepasst, los nicht auffallen und illerlich hab' ich geschimpft.

00:08:15: Später habe ich dann versucht Alle mitzunehmen.

00:08:17: Ich habe erklärt, ich hab was geschickt, ich habe nachgefragt ob sie es gelesen haben und dann nochmal erklärt.

00:08:23: Weißt du was das mit mir gemacht hat?

00:08:26: Mühde.

00:08:27: Richtig!

00:08:28: Müde.

00:08:31: Irgendwann habe ich gemerkt woran das lag.

00:08:34: Bei mir war jeder Mensch ein Projekt geworden.

00:08:38: Dann gibt's noch einen Gedanken dazu und der ist unbequem.

00:08:41: Ryan Holliday beschreibt sinngemäß Der Teilen uns der nicht nein sagen kann will die Ausrede vielleicht So lange ich für alle da bin, muss sich für mein eigenes Ding nicht gerade stehen.

00:08:56: Für mich stimmt das nicht!

00:08:59: Ich wollte immer was ändern – ich war immer in Bewegung, ich bin auch eingestanden für alles, was ich gefunden habe und zwar laut nur eben nie für mich.

00:09:07: Vor eine Sache einzustehen ist nämlich viel leichter als für sich selbst einzustehen.

00:09:13: Und noch was?

00:09:19: Ich bin halt die, die das dann macht.

00:09:26: Helfen liegt bei uns in der Familie – Das ist wirklich so!

00:09:29: Nur helfen können ist das eine Nicht aufhören können ist was ganz anderes Dass es keine Eigenschaft, dass es eine Lösung?

00:09:40: Und weißt du wo das kippt?

00:09:43: Wenn ich helfe damit es mir danach besser geht Dann geht's nämlich gar nicht mehr um den anderen.

00:09:50: Dann gehts darum, dass bei mir gerade etwas fehlt.

00:09:55: Irgendwann hat mir das mal was gebracht, irgendwann war das mal genau richtig und dann ist es einfach mitgelaufen jahrzehntelang.

00:10:04: Weil dahinter sitzt etwas ganz anderes da sitzt eine Angst.

00:10:08: Die ist nicht doof die will was Gutes!

00:10:10: Die will nicht dass du allein dastehst.

00:10:14: Deswegen macht sie dich sprachlos bevor du überhaupt merkst dass du was sagen wolltest.

00:10:21: Und das sage ich jetzt ganz deutlich Da war nichts kaputt an dir.

00:10:27: Das Kind, das damals nichts gesagt hat, hat das Klügste gemacht.

00:10:32: was ging nur bis du halt heute erwachsen und läufst immer noch mit der Lösung von Damals rum.

00:10:41: So ich habe jahrelang an der falschen Stelle gearbeitet.

00:10:45: Ich hab gedacht mein Problem ist dass nein sagen.

00:10:47: also die Technik der Satz der Mut in dem Moment Ist es aber nicht.

00:10:55: Den Bauch höre ich heute, der meldet sich und ich weiß auch das es ist.

00:11:00: Mein Problem ist dass ich oft gar nicht weiß was Mainz is'.

00:11:05: Ich nehme nämlich unheimlich viel auf!

00:11:07: Ich gehe irgendwo rein und habe die Stimmung von allen schonem Bauch bevor einer etwas gesagt hat.

00:11:13: Dann werde ich hektisch, ich denke ich muss was tun irgendwas... Und wenn die Menschen dann wieder weg sind wird's ruhig und ich merke Das war ja gar nicht Mainz.

00:11:26: Das ist das eigentliche Ding.

00:11:28: Du kannst keine Grenze ziehen, wenn du nicht weißt wo du aufhörst.

00:11:37: Deswegen funktioniert der Rat, der überall steht bei uns nicht.

00:11:41: Du musst dich halt besser abgrenzen.

00:11:43: macht dir eine Mauerschotte dich ab.

00:11:47: ich glaube dass es die falsche Richtung war.

00:11:49: eine Mauer trennt nur außen von innen.

00:11:51: sie sagt ihr nicht was von dem da drin überhaupt ihr gehört.

00:11:55: Und deswegen sage ich dir was anderes, wenn du feinfühlig bist.

00:11:59: Du bist nicht zu viel!

00:12:01: Ich war nicht zuviel.

00:12:03: Ich hatte viel Gefühl, viel Wahrnehmung und zu wenig sicheren Raum dafür.

00:12:08: Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

00:12:11: Beim einen ist mit dir etwas falsch.

00:12:14: Beim anderen hat gefehlt, was du gebraucht hättest.

00:12:17: Wer feinfühlig ist, hat nicht automatisch schlechte Grenzen.

00:12:21: Der hat mehr zu sortieren – das was anderes Sortieren geht.

00:12:28: Das ist das Gute!

00:12:31: Ich habe dafür eine einzige Frage und die stelle ich mir mittlerweile ziemlich oft Ist das Mainz?

00:12:37: Oder hab' ich das mitgenommen?

00:12:39: Ganz ehrlich, meistens weiß ich es nicht sofort aber ich merk's am Körper Wenn ich rausgehe und eine Minute stehe, atme, Füße spür und dann ist es weg Dann war´s nicht Mainz.

00:12:50: Was Mainz is bleibt.

00:12:52: Und da hab ich noch ne zweite Frage und sie geht ein bisschen schneller Hatte ich das Gefühl schon vorher?

00:13:01: Bevor ich reingegangen bin, wenn nein.

00:13:05: Dann ist es ziemlich sicher auch nicht meins und dann muss sich es auch nicht wegdrücken Ich muss es nur benennen.

00:13:13: Das ist die Sorge von jemand anderem Nicht meine Deswegen sie reinfolge auch andersrum als sie überall erzählt wird.

00:13:20: ich habe lange gedacht ich muss einfach offener werden dann klappt er schon genau falsch rum.

00:13:25: erst wissen was meins ist.

00:13:28: dann die grenze dann die Offenheit.

00:13:31: Wer zuerst offen sein will und das überspringt, der ist nicht durchlässig, er ist überflutet – und hält das für Mitgefühl?

00:13:44: So!

00:13:45: Und warum ist dieses Nein jetzt so schwer?

00:13:50: Weil wir vielleicht glauben, wir meinen damit den Menschen.

00:13:54: Guck dir mal an wo das Wort herkommt.

00:13:57: Nein ist im Althochdeutschen nie ein Nicht eines dieses eine.

00:14:06: Nein heißt nicht nicht du, nein heißt nicht das!

00:14:13: Das ist kein Wortspiel, das ist die ganze Sache.

00:14:17: und jetzt ganz praktisch weil spür halt mal rein hier wirklich nicht reicht Und fang ruhig da an wo es keinen Streit gibt.

00:14:27: Du sitzt abends vom Fernseher und da wird gerade jemand abgeschlachtet und du guckst weiter.

00:14:33: Ich frage mich dann inzwischen, warum eigentlich?

00:14:36: Weil es spannend ist der Nervenkitzel.

00:14:41: Aber ich gucke da ja nicht nur zu!

00:14:43: Ich bin mit drin und was da reingeht, das füttert meinen Geist.

00:14:51: Ich sage das nicht damit sich jetzt jemand schlecht fühlt.

00:14:53: Ich habe mir sowas damals auch angeschaut.

00:14:56: Mir war das damals einfach nicht bewusst.

00:15:01: Und dass keiner beleidigt wenn du ausmachst.

00:15:04: Da diskutiert keiner mit dir Das ist ein Nein, das dich gar nichts kostet.

00:15:09: Und es ist trotzdem eins!

00:15:13: Wer sich das Nein beim Menschen noch nicht traut kann es hier üben.

00:15:18: Erstens – Ein Nein braucht keine Begründung.

00:15:21: Ich habe jahrelang Gründe geliefert und je mehr Gründe ich geliefert hab desto länger wurde diskutiert.

00:15:29: Ganz klar eine Begrundung ist ja eine Einladung.

00:15:32: Wer einen Grund hört sucht ne Lösung für den Grund Und dann sitzt du da und verhandelst.

00:15:39: Das geht bei mir nicht, reicht!

00:15:41: Das ist ein ganzer Satz.

00:15:44: Zweitens Klar ist nicht dasselbe wie hart.

00:15:49: Ich habe jahrelang gedacht ich muss dafür jemand anderes werden Fester, kühler unnahbar, muss sich nicht.

00:15:55: Ich kann das freundlich sagen und trotzdem stehen bleiben.

00:15:59: Und dabei rede ich von mir, nicht vom anderen.

00:16:02: Nicht Du nimmst überhaupt keine Rücksicht Sondern ich schaffe das nicht.

00:16:08: Das eine ist ein Vorwurf und er bringt dir eine Diskussion.

00:16:12: Das andere ist eine Information, die keiner wiederlegen kann.

00:16:17: Drittens – Wiederholen statt erklären.

00:16:22: Wenn dein Nein überhört wird, ist die Versuchung riesig es nochmal zu erklären.

00:16:28: Besser diesmal!

00:16:30: Macht das nicht, sagt den selben Satz noch mal ruhig in denselben Worten.

00:16:39: Der andere hat dich nämlich meistens gehört.

00:16:42: Er hat nur jahrelang was anderes von dir bekommen und rechnet damit weiter.

00:16:49: Ich sage gleich dazu wo das aufhört Es gibt Lagen, da bist du wirklich abhängig vom Job, vom Geld, von der Wohnung.

00:16:58: Das ein Nein manchmal richtig teuer.

00:17:02: Das ist dann keine Schwäche, dass es eine Lage Und dann geht es erst mal überhaupt nicht darum es zu sagen.

00:17:09: Dann geht es darum das du überhaupt weißt dass du ein Nein hast.

00:17:15: Das ist schon der halbe Weg!

00:17:20: Dann habe ich noch eine Frage, die mir seit einer Weile hilft.

00:17:25: Kann ich das sagen und dann gehen?

00:17:31: Dann hab' ich noch was – und das mache ich vorher, bevor ich überhaupt etwas sage….

00:17:35: Ich frag mich, was ist das Schlimmste, was passieren kann?

00:17:40: Nicht um mir Angst zu machen, sondern ich denke das wirklich einmal zu Ende.

00:17:45: Sagen wir Du willst deiner Mutter sagen, dass ihr dieses Jahr nicht zu Weihnachten kommt.

00:17:51: Was ist das Schlimmste?

00:17:54: Sie ist enttäuscht!

00:17:56: Und dann sagt sie was Spitzes am Telefon und dann melde sie sich vielleicht zwei Wochen nicht... ...und irgendwann bist du unten angekommen und merkst das ja Boden.

00:18:12: Nicht schön aber du überlebst es.

00:18:16: Weißt du im Kopf hört das nie auf.

00:18:18: da läuft das immer weiter, immer weiter.

00:18:20: Wenn du es einmal wirklich zu Ende denkst, hört das auf.

00:18:26: Und wenn dich die Frage in Panik zieht statt dass sie was löst dann lass sie einfach liegen beziehungsweise las sie los Denn ist heute einfach nicht der Tag dafür.

00:18:40: So und jetzt kommt der Teil den keiner mitverkauft.

00:18:44: Es fühlt sich danach erst mal schlechter an.

00:18:47: Das Schuldgefühl ist sofort da manchmal noch bevor du den Satz zur Ende gesagt hast Der andere reagiert, Vorwurf oder Rückzug.

00:18:57: Oder einfach stille und still ist das Schlimmste weil du dir da alles reindenken kannst Und genau in dem Moment willst du es zurücknehmen.

00:19:08: War nicht so gemeint Ich mache's doch!

00:19:13: Ich sagte ehrlich ich habe das oft genug zurückgenommen Und ich muss dir noch was sagen weil ich sonst zu tu als hätte ichs drauf.

00:19:22: Ich hab jahrelang nicht nein gesagt Ich habe was ganz anderes gemacht, ich bin ausgebrochen.

00:19:28: Ich hab ausgehalten und ausgehalten und irgendwann war Schluss und dann bin ich gegangen.

00:19:33: Nicht geredet – gegangen!

00:19:36: Ich habe teilweise ganze Wohnungseinrichtungen einfach drin gelassen.

00:19:42: Ich hatte keinen Bock mehr und bin gegangen und dann stand ich da ohne alles.

00:19:48: Hinterher kamen dann ach scheiße Jennifer.

00:19:53: Was hast du da eigentlich gemacht?

00:19:54: Wie doof bist so

00:19:55: eigentlich?!

00:19:57: Guck dir mal an, was das für eine Rechnung ist.

00:19:59: Einsatz am Telefon wäre billig gewesen.

00:20:03: Eine ganze Wohnung ist teuer.

00:20:07: Wer die kleine Grenze nicht setzt zahlt irgendwann die Große und richtig teuer wird es bei der Gesundheit.

00:20:21: Bei mir war das jedes Mal so Und ich wünsche dir dass es bei dir nicht erst soweit kommen muss.

00:20:30: Ich habe in Folge drei gesagt Die Wut ist nicht das Problem, dass allein sein mit ihr ist.

00:20:34: Beim Nein sagen es genau so – Es geht nicht darum, dass es sich gut anfühlt, tut es nämlich nicht!

00:20:40: Es geht darum, daß du in der halben Stunde danach nicht alleine damit bist.

00:20:44: Erzähle es einem Menschen vorher oder hinterher egal, nicht damit er dir recht gibt sondern, damit du dich nicht selber

00:20:50: überredest.".

00:20:52: So, wofür ist das Ganze überhaupt da?

00:20:55: Ich habe in Folge sechs gesagt was Freiheit für mich is'.

00:20:59: Nicht, dass alles läuft wie ich will.

00:21:01: Sondern dieser kleine Moment wo ich merke... Ach so reagiere ich immer!

00:21:08: Und diesmal muss ich es nicht genauso machen.

00:21:11: Die Grenze ist die erste Stelle an der dieser Moment eine Form annimmt und deswegen sind Grenzensätze für mich nichts Gedugtes.

00:21:25: Das ist keine Mauer hinter der man sich verkriecht und das ist auch kein Rückzug.

00:21:31: Weißt du?

00:21:32: Wie ich mittlerweile darüber denke, eine Grenze trennt mich gar nicht von den anderen.

00:21:38: Sie ist die Form in der ich überhaupt dabei sein kann.

00:21:42: Guckt dir eine Zelle an – sie hat eine Haut und dies nicht dazu da, die Zelle abzuschotten.

00:21:48: Sie lässt rein was nähert und hält draußen etwas auflöst.

00:21:53: Nimm die Haut weg und du hast keine Zelle mehr!

00:21:56: Du hast Brei.

00:21:59: Es ist die Stelle, an der du wieder wählst.

00:22:04: Und noch was?

00:22:06: Ohne Nein ist dein Ja nichts wert.

00:22:08: Wenn du zu allem Jahr sagst, heißt dein Ja irgendwann gar nichts mehr auch für die anderen nicht.

00:22:16: erst wenn du auch mal Nein sagst kann jemand deinem ja überhaupt glauben.

00:22:23: und Nähe geht auch erst dann.

00:22:27: Solange ich mit jedem alles mitmache bin ich nirgends wirklich drin.

00:22:35: Ich bin überall nur dabei Und das ist übrigens genau dasselbe Ding wie vorhin.

00:22:43: Manche sagen, ich brauche halt nicht so viel Nähe.

00:22:46: Ich bin da einfach nicht so.

00:22:48: Kann sein!

00:22:50: Kann aber auch sein... ...dass du es einfach nicht gewohnt bist.

00:22:56: Jetzt noch der ehrliche Teil und den lasse ich auch genauso stehen.

00:23:00: Manchmal lass' ich immer noch lange mit mir machen.

00:23:02: Nicht mehr solange wie früher, aber hier und da ist es noch da.

00:23:06: Und ich kann dir bis heute nicht immer sagen was meinst ihr um was ich mitgenommen habe?

00:23:11: Ich habe das nicht ein für alle Mal gelöst.

00:23:14: Ich löse das immer wieder neu und ich glaube auch gar nicht mehr, dass es anders geht weil's ja jedes mal um den Moment geht.

00:23:21: der Moment ist anders die Situation ist anders ich bin anders um mein Gegenüber.

00:23:25: auch da kann ich gar keine Regel draus machen die immer passt.

00:23:32: Das ist ein Lernfeld für mich genauso wie für dich Und wenn du magst mache ich das auch ganz direkt mit dir auf earthgardien.de steht, wie ich arbeite und wie so eine Stunde bei mir aussieht.

00:23:48: Ich gebe dir wieder eine Frage mit!

00:23:50: Du musst jetzt nicht beantworten, nimm sie einfach mit in die nächsten Tage.

00:23:57: Wo hast du diese Woche ja gesagt?

00:24:00: Und im selben Moment gewusst dass es ein Nein war.

00:24:05: Das war Folge Acht vom Earth Guardian Podcast.

00:24:09: Nächstes Mal geht's um das was sich vorher meldet... Um die Intuition, um den Bauch der jedes Mal Bescheid sagt und darum warum wir so oft nicht hinhören.

00:24:21: Wenn dich das berührt hat abonnier doch gerne den Kanal dann verpasst du die nächste Folge nicht wieder Boden unter den Füßen.

00:24:31: Darum geht es hier bis zum nächsten mal.

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