Wir werden nicht ruhig, weil nichts los ist
Shownotes
Rückverbindung sieht meistens ganz anders aus, als man denkt.
Wenn dein altes Weltbild wegbricht, hältst du das nicht lange aus. Also nimmst du das Nächste: die nächste Erklärung, den nächsten Kanal, den nächsten Menschen, der klingt, als wüsste er Bescheid. Und wenn du damit aufhörst, kommt erst mal nichts. Bei mir lag das nicht daran, dass da nichts war. Es war zu laut.
Darin:
Was in dem Wort Rückverbindung steckt, und warum es zwei Sachen sind und nicht eine. Warum es nicht darum geht, was du dir reinziehst, sondern darum, dass kaum noch Pause ist. Warum das Fühlen vor dem Denken kommt, und warum Fühlen und Prüfen kein Widerspruch sind. Was übrig bleibt, wenn das Funktionieren und das Angepasste weg sind. Meine Antwort auf die Frage aus der letzten Folge, und wo ich sie gefunden hab. Warum Licht und Liebe nichts Weiches sind. Warum ein kleines Kind Verbindung nicht lernen muss. Warum wir nicht ruhig werden, weil nichts los ist. Wogegen der Feierabendwein und die Serie am Abend eigentlich helfen. Die Geschichte, die ich in der Angstfolge angekündigt und nicht erzählt hab. Was recht eigentlich heißt, und was das mit aufrichtig zu tun hat. Warum es trotzdem weiter wackelt, und woran ich merke, dass sich was bewegt hat.
Die Frage, die ich dir mitgebe: Wann hast du dich das letzte Mal selber gehört?
Nächstes Mal geht es ums Grenzen setzen.
Auf meiner Seite steht, wie ich arbeite, dort liegen alle Folgen, und du kannst dich in meinen Newsletter eintragen: https://earthguardian.de
Zwischen den Folgen schreibe ich im Telegram-Kanal, da geht es persönlicher zu: https://t.me/earthguardian_de
Transkript anzeigen
00:00:00: Heute ist Aufnahmetag, heute Mittag hatte ich noch kein Skript.
00:00:06: Ich saß nämlich im Garten bei einer guten Freundin.
00:00:10: Irgendwann habe ich da gesessen und gedacht so Jennifer du müsstest jetzt eigentlich mal rausfinden was du über Rückverbindung sagen willst.
00:00:19: Das ja schon lustig ne?
00:00:21: Ich sitze da und denke ich müsste das noch finden!
00:00:25: Und machst die ganze Zeit.
00:00:31: Und die sieht meistens ganz anders aus, als man denkt.
00:00:37: Ich bin Jennifer und das hier ist der Earth Guardian Podcast.
00:01:04: Im Nebel.
00:01:06: Und ich habe gesagt, für heute reicht eine Richtung und ein Meter den du selbst sehen kannst!
00:01:15: Ich hab dir was versprochen, dass wir heute darüber reden das wieder auftaucht wenn du nicht mehr an jeder alten Antwort festhalten musst.
00:01:24: Und weil ich das Wort dauernd benutze Rückverbindung, habe ich das mal nachgeschlagen.
00:01:32: Das ist nämlich die deutsche Übersetzung von dem lateinischen Wort, aus dem auch Religion kommt.
00:01:39: Und das hat zwei Wurzeln – nicht einer!
00:01:43: Die eine heißt anbinden zurückbinden und die andere heisst achten geben bedenken genau hingucken.
00:02:01: Ich finde es ziemlich gut weil beides zusammen genau das ist was ich meine sich wieder anbinden und dabei hingucken.
00:02:11: Ich brauche dafür übrigens keine Kirche!
00:02:15: Und kein, der mir sagt wie das geht So...und da muss ich mit was anfangen dass mir selber passiert ist Wenn dein altes Weltbild weg bricht dann hältst du das nicht lange aus.
00:02:30: Das ist auch total verständlich.
00:02:31: Kein Mensch geht gerne im Nebel und dann kommt der Moment wo Du das nächste nimmst Die nächste Erklärung, den nächsten Kanal.
00:02:41: Den nächsten Menschen der so klingt als wüsste er Bescheid?
00:02:46: Auf einmal passt wieder alles zusammen und irgendwann habe ich gemerkt Der Inhalt hat sich geändert.
00:02:57: aber Ich hab immer noch jemand Anderen gefragt was war es?
00:03:03: Und da fängt die Rückverbindung für mich an nicht bei der besseren Antwort sondern Da wo du sie nicht mehr sofort nimmst.
00:03:15: Und weißt du, was dann kommt?
00:03:18: Erst mal nüscht!
00:03:21: Und das ist unangenehm weil da soll ja jetzt was kommen deine inner Stimme deinem Bauchgefühl Deine Wahrheit wie auch immer du das nennst und da kommt erstmal gar nichts.
00:03:39: Bei mir lag es nicht daran dass da nichts war Es war zu laut.
00:03:45: Guck mal, wenn du morgens aufwachst und sofort das Radio anmachst dann hörst du dich selber nicht.
00:03:51: Wenn den ganzen Tag was läuft Dann hörst Du Dich Selber Nicht.
00:03:56: Wir konsumieren ja auch permanent Social Media Abends Das Fernsehprogrammen Die Nachrichten.
00:04:04: Und jetzt verstehe mich nicht falsch Ich sage nicht dass alles Teufelzeug ist!
00:04:09: Ich lese auch super gerne Bücher und es ist auch etwas Wunderbares.
00:04:14: Aber weißt Du Was?
00:04:16: Ein Buch ist auch jemand anderes, der redet.
00:04:21: Es geht gar nicht darum was du dir reinziehst.
00:04:27: es geht darum dass kaum noch Pause ist kaum noch Raum.
00:04:36: Ich brauche das inzwischen und ich muss auch einfach nur in meiner eigenen Energie sein In meinem Raum ohne dass jemand etwas von mir will Ohne dass irgendwas läuft ohne dass jemand mit mir in diesem Raum sitzt.
00:04:50: Das ist bei jedem anders.
00:04:53: Manche brauchen kaum was, ich brauche ziemlich viel.
00:04:56: Ich stehe auf große Räume.
00:05:01: Da steht in keinem Test.
00:05:02: das merkst du nur wenn du es ausprobierst.
00:05:04: und es geht auch nicht ums hören Es geht ums fühlen.
00:05:10: Ich bleib abends manchmal noch kurz liegen einfach still Und dann fülle ich mal durch.
00:05:17: wie geht's meinem Körper?
00:05:19: Wie war der Tag?
00:05:21: Was war gut was war nicht so gut?
00:05:24: Wofür bin ich dankbar?
00:05:27: Manchmal lege ich mir dabei eine Hand aufs Herz und einer auf meinen Solarplexus.
00:05:34: Und ich glaube, das ist überhaupt der Punkt!
00:05:37: Das Fühlen kommt vor dem Denken – nicht weil der Körper blöd wäre sondern weil er zweiter ist.
00:05:47: Ich sage im selben Atemzug was dazu, dass, was sich wahrnehme, es erst mal da ein Gefühl im Körper, ein Bild, das auftaucht einen Satz den ich höre Oder ich weiß auf einmal was und kann dir nicht sagen, woher.
00:06:04: Das rede ich nicht klein – das ist da!
00:06:09: Aber die Erklärung, die ich mir denn dafür mache….
00:06:12: das ist nochmal etwas ganz anderes.
00:06:15: Kommt da gerade was von mir?
00:06:18: Gehört das zu jemand anderem oder ist es vielleicht ein medialer Eindruck?
00:06:25: Das Wahrnehmen ist der Anfang und dann darf ich gucken, was davon trägt.
00:06:32: Fühlen und prüfen ist für mich kein Widerspruch.
00:06:37: Ich lerne das auch gerade noch dazu.
00:06:40: Ich fange dieses Jahr noch eine Ausbildung in diesem Bereich an, doch davon erzähle ich dir bestimmt irgendwann nochmal mehr!
00:06:49: Und wenn es dann irgendwann still genug ist?
00:06:53: Dann kommt er nicht die nächste Meinung sondern du.
00:07:00: und ich meine das wirklich Nicht die Jennifer, die funktioniert hat.
00:07:03: Nicht die, die sich angepasst hat Sondern das was übrig ist wenn all das weg ist.
00:07:11: Und weißt du was ich da gefunden hab?
00:07:15: Dass ich viel größer bin als ich gedacht habe Bleib mal kurz bei mir.
00:07:21: Das klingt jetzt erstmal nach so einem Spruch.
00:07:24: Wir machen uns nämlich ständig klein Wenn uns Fehler passieren Wenn wir in einer Krise sitzen Wenn wir auf jemanden reingefallen sind der uns nicht gut getan hat Dann denkst du, ich bin so blöd.
00:07:37: Ich krieg es nicht hin.
00:07:38: bei allen anderen läuft's.
00:07:43: Und dabei guck dir doch mal an was ein Mensch ist.
00:07:50: Dein Körper macht die ganze Zeit Sachen von denen du nichts weißt.
00:07:54: der heilt sich Der atmet ohne dass du dran denkst Du fühlst!
00:08:02: Du kannst Liebe fühlen Für ein Kind, für einen Menschen, für ein Tier, eine Pflanze und so vieles.
00:08:10: Das ist ein Wunderwerk!
00:08:13: Und da drin sitzt du und denkst Du bist nicht genug.
00:08:19: Ein Mensch ist nicht seine dunkelste Phase und er ist auch nicht sein größter Fehler.
00:08:29: Letztes Mal habe ich dir von der Frage erzählt die irgendwann kommt wer bin ich?
00:08:36: wenn die Antworten wegfallen, die ich so früh bekommen habe dass sie sich für meine eigenen hielt.
00:08:43: Und ich hab dir erzählt das ich jahrelang gefragt hab Das ich irgendwann in einer Meditation saß und nur ein Wort kam Liebe!
00:08:52: Und das mein Kopf das im ersten Moment ziemlich kitschig fand.
00:08:56: Heute erzähle ich dir wo ich das gefunden hab.
00:09:01: Für mich ist da in der Essenz Liebe und Licht Das ist für mich Energie.
00:09:12: Ich weiß, das ist erstmal enttäuschend!
00:09:15: Da fragt man sich jahrelang wer man eigentlich is und dann kommen da nur zwei Wörter.
00:09:23: Genau das ist aber der Punkt.
00:09:27: Werde eine komplizierte Antwort gekommen Dann wäre das nur die nächste Erklärung gewesen Und davon hatte ich echt genug.
00:09:35: In der Essenz wird es einfach Einfach Ein Fach Eine Schicht.
00:09:47: Alles, was oben drauf kommt macht es vielfach!
00:09:52: Wir suchen ja alle nach mehr – nach der nächsten Erklärung, nach dem nächsten Puzzleteil.
00:10:00: Dabei liegt das, was du suchst nicht weiter vorne.
00:10:02: Es liegt unter dem ganzen Kram.
00:10:07: Woran ich das merke?
00:10:08: Wenn ich das ausspreche wird's ruhiger in mir sofort.
00:10:15: bei allem anderen was ich mir bei mich erzählt habe, war das nicht so.
00:10:22: Ich hab' es nicht oben gefunden – nicht im Himmel, nicht auf irgendeiner höheren Ebene!
00:10:28: Ich bin nach unten getaucht ganz tief in mich rein wie ein Tiefseetaucher und weißt du, wie man da runterkommt?
00:10:38: Mit einer einzigen Frage.
00:10:40: Warum ist das so?
00:10:43: Da kommt eine Antwort diese aber noch nicht der Grund.
00:10:47: also nochmal Ist das so?
00:10:51: Dann noch eine Schicht und noch eine.
00:10:56: Von Warum zu?
00:10:57: Warum immer tiefer, immer dunkler?
00:11:04: Und das ist was anderes als grübeln Grübelen dreht sich im Kreis.
00:11:10: Das hier geht runter.
00:11:13: Ich habe dir in der Angstfolge erzählt Was da unten liegt Die Scham die Trauer, die Wut, die Verwirrung.
00:11:23: ich hab damals gesagt Unangenehme anzugucken ist keine Strafe, das ist eine Leuterung.
00:11:30: Da geht es übrigens nicht um Schuld!
00:11:33: Es geht darum hinzugucken und dann zu wenden was da liegt.
00:11:40: Was ich dir nicht erzählt habe, ist etwas noch weiter unten war.
00:11:45: Da unten wo ich am wenigsten damit gerechnet hab War Licht.
00:11:56: Ich habe bis heute kein Wort dafür dass nicht sofort falsch verstanden wird.
00:12:00: deswegen lass sich so stehen Und jetzt muss ich was klarstellen, weil ich weiß wie das ankommt.
00:12:08: Licht und Liebe!
00:12:10: Da denkt nie meisten an etwas ganz Weiches.
00:12:13: An Liebsein?
00:12:14: An Harmonisch?
00:12:15: An alles ist schön?
00:12:18: Nee!
00:12:20: Liebe kann heißen hinzugucken.
00:12:22: Sich den Scheiß anzugucken dem man lieber nicht sehen würde.
00:12:27: Liebe kann eine Grenze setzen.
00:12:30: Liebe kan auch mal richtig richtig sauer werden.
00:12:36: Licht macht Sachen sichtbar, die unangenehm sind.
00:12:40: Dafür ist es ja auch da!
00:12:43: Wir sind fühlende Wesen und dazu gehört die ganze Bandbreite nicht nur die angenehme Hälfte.
00:12:52: Dann denke ich manchmal vielleicht waren meine Wut und meine Trauer und meine Angst gar nicht das Gegenteil davon.
00:13:02: Vielleicht waren das nur die Wege dahin?
00:13:06: So... Und jetzt geht's nach draußen.
00:13:09: Vorher muss ich aber noch etwas sagen, sonst fehlt ja Zusammenhang.
00:13:14: Weißt du wie du jemanden kennenlernst in dem du verknallt bist?
00:13:19: Du willst alles wissen was der mag, was er nicht mag, wo er herkommt, was ihn zum Lachen bringt und bei dir selber da wohnst du seit Jahrzehnten drin!
00:13:36: Ich sage das mit Absicht so leicht Weil das hier klingt vielleicht gerade nach ganz viel Arbeit, nach Prozess und Tiefe und schwer.
00:13:43: Muss es aber nicht sein!
00:13:45: Für mich ist das eher so eine Entdeckungsreise – manchmal auch ne richtige Abenteuer-Tour.
00:13:53: Da draußen wird's grade immer würrer.
00:13:57: Und du hast einen Menschen dabei über den du fast nichts weißt... ...und der ist die ganze Zeit da.
00:14:05: Dann passiert was wenn du den kennenlernst?
00:14:08: Du gehst nämlich anders in Beziehung.
00:14:11: Nicht mehr, ich brauch was von dir!
00:14:13: Ich brauche dich damit es mir gut geht.
00:14:16: Verstehe mich da nicht falsch?
00:14:18: Es geht nicht darum niemanden mehr zu brauchen.
00:14:21: Es geht darum dass ich nicht mehr jemandem brauche damit ich mich überhaupt aushalte.
00:14:29: und weil wir gerade dabei sind.
00:14:31: guck Dir mal ein kleines Kind an.
00:14:34: Ein kleines kind geht in Verbindung ohne das es lernen muss.
00:14:41: Das ist nicht die Leistung, das ist der Ausgangszustand.
00:14:48: Es kann sich nicht versorgen, es kann sich schützen und sich nicht mal selber beruhigen.
00:14:53: Es braucht einen Menschen, der da ist von den ersten Minuten an.
00:15:02: Ich sehe das bei meiner Tochter jeden Tag wie selbstverständlich sie in Verbindung geht.
00:15:09: ich habe neulich was gelesen Kleine Kinder schlafen schneller ein, wenn sie nebenan die Stimme von den Erwachsenen hören.
00:15:17: Beweisen kann ich das nicht aber wenn ich im Garten sitze und mich mit einer Freundin unterhalte dann schläft mein Kind.
00:15:24: ob besser weiß ich nicht.
00:15:25: es schläft.
00:15:28: Wir werden also nicht ruhig weil nichts los ist.
00:15:32: wir werden ruhig bei jemandem da ist Bei Erwachsenden Anders wie nah das sein muss.
00:15:44: Ich brauche ja viel Raum, das habe ich dir vorhin erzählt.
00:15:47: Der Unterschied ist bei mir aber auch nicht jemand da oder niemand da.
00:15:53: der Unterschied ist ob jemand was von mir will.
00:15:59: Ob er auf der Couch schützt oder im nächsten Zimmer oder in der nächsten Wohnung Das ist bei jedem anders.
00:16:07: und dann werden wir größer und lernen allein klar zu kommen Stark zu sein, niemanden zu brauchen.
00:16:16: Wundern uns warum wir uns so abgeschnitten fühlen?
00:16:20: Das ist ja nicht nur bei uns selber so!
00:16:22: Guck dir mal an wie sortiert wir inzwischen sind.
00:16:27: Rechts und links oben und unten schwarz und weiß immer zwei Seiten Und du musst dich entscheiden.
00:16:39: Wir haben uns ein Lager aufgeteilt und dann gemerkt dass wir uns nicht mehr zuhören können.
00:16:46: Und weißt du, warum das so gut funktioniert?
00:16:50: In der Angst sind wir lenkbar.
00:16:53: Nicht weil wir dumm sind sondern weil Angst genauso funktioniert.
00:16:59: Ich such mir da übrigens keine Seite mehr aus.
00:17:02: ich suche mir Wegbegleiter So und dann sitzt du da abgeschnitten von den anderen und von dir selber und Dann suchen wir uns was anderes.
00:17:13: Ich habe in Folge zwei von der Betäubung erzählt vom Feierabendwahlen, vom Handy das du anmachst bevor du überhaupt merkst dass du traurig bist.
00:17:23: Von der Serie die läuft damit es nicht still wird.
00:17:25: was ich damals nicht gesagt habe ist wogegen die eigentlich hilft wenn kein Mensch da ist bei dem wir uns wirklich sicher fühlen dann greifen wir nach Dingen um uns selber zu beruhigen und da rede ich nicht von oben her ab.
00:17:46: Ich kenne das gut genug.
00:17:50: Bei manchen war das gar keine Entscheidung.
00:17:54: Wenn du als Kind gelernt hast, dass deine Gefühle zu viel sind oder dass es besser läuft wenn du niemanden brauchst oder ein Elternteil einfach schlichtweg nicht anwesend sein konnte emotional und auch körperlich Dann hast du dir das nicht ausgesucht.
00:18:16: Das war das was ging!
00:18:20: Das fängt ja auch nicht bei uns an.
00:18:23: Unsere Großeltern haben Krieg erlebt.
00:18:26: Die konnten sich nicht hinsetzen und fühlen, die mussten funktionieren.
00:18:29: Sonst wäre es nicht
00:18:30: weitergegangen.".
00:18:33: Und das haben sie weitergegeben – nicht aus Boßheit!
00:18:36: Das war das was Sie hatten?
00:18:39: Dann ist die Verbindung später schwerer.
00:18:42: Nicht unmöglich nur schwerer... So und jetzt erzähle ich dir ... Was ich dir schulde.
00:18:50: In der Angstfolge habe ich im Ende gesagt ein paar Monate später kam das größte Geschenk meines Lebens, meine Tochter.
00:19:00: Aber das ist eine andere Geschichte.
00:19:02: Das hier?
00:19:03: Ist die andere Geschichte!
00:19:05: Ich war damals aus einem Wohnprojekt raus und saß bei meiner Mutter.
00:19:15: Ich habe Menschen angeguckt, die ich jahrelang kannte und gedacht, dich habe ich völlig anders eingeschätzt.
00:19:37: Ich hab sie sortiert – dann bin ich selber sortiert worden!
00:19:41: Irgendwann hatte ich einfach so unglaublich die Schnauze voll, dass ich alles hingeschmissen habe.
00:19:46: Ich habe mich abends hingesetzt und immer wieder gesagt, ich lasse alles los jeden
00:19:52: Abend.".
00:19:54: Das hat sich erst mal gut angefühlt.
00:19:56: Ruhig Gelöst war damit nichts.
00:20:01: Ich habe nur Platz gemacht, wofür?
00:20:05: das wusste ich da noch nicht.
00:20:10: Dann saß ich bei meiner Mutter und dachte ja und jetzt?
00:20:15: Und dann war sie Wester!
00:20:17: Ich feier das gar nicht mehr.
00:20:18: warum?
00:20:18: das ist auch nochmal eine eigene Geschichte.
00:20:21: aber ich hab mir an dem Abend eine Karte gezogen.
00:20:24: Das mache in solchen Zeiten manchmal.
00:20:28: Auf der Karte stand sinngemäß, es kommen große Veränderungen auf dich zu.
00:20:34: Und ich habe nur gedacht – Ich hab doch gerade eine riesengroße Veränderung hinter mir!
00:20:41: Was soll denn bitte jetzt noch großkommen?
00:20:47: Im Januar wusste ich was gemein war.
00:20:51: Ich war schwanger.
00:20:56: Ich sagte ehrlich wie das war.
00:20:57: Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet.
00:21:01: Ich hab nie gesagt, dass ich keine Kinder will.
00:21:04: Ich habe aber auch nie gesagt das ich welche will immer nur wenn es irgendwann mal passt.
00:21:11: Es hat nicht gepasst wirklich gar nicht!
00:21:14: Ich habe ein Leben geführt in das ein Kind überhaupt nicht reingepasst hätte.
00:21:18: Ich war ständig feiern meine Freundschaften liefen alle übers Feiern.
00:21:22: Ich gehe heute hier nicht ins Detail was da noch alles mit dran hängen Das hatte ich ja kurz vorher alles losgelassen.
00:21:34: Und wenn ich das nicht dann angeguckt hätte, Ich war in der denkbar schlechtesten Lage dafür.
00:21:43: Keine Wohnung keine Einrichtung kein Geld ein Rucksack mit ein paar Klamotten und keine Menschen die mir helfen könnten dachte ich Wenn ich vernünftig drüber nachgedacht hätte werde wahrscheinlich was anderes rausgekommen.
00:22:01: Ich habe aber gar nicht nach gedacht.
00:22:06: Da war einfach was in mir.
00:22:10: Das war klarer als alles vernünftige, ich glaube das war eher furcht vor dem Leben.
00:22:21: Da drin war überhaupt keine Frage.
00:22:24: Ich wusste nicht wie das gehen soll?
00:22:26: Ich wusse nur wozu ich ja sage.
00:22:31: und heute rückwirkend würde ich sagen – ich habe Ja zur Liebe gesagt!
00:22:38: Das konnte ich damals überhaupt nicht sehen.
00:22:41: Da war einfach nur klar, das mache ich.
00:22:45: Ich sage ehrlich, ich war nie so der Beziehungsmensch.
00:22:49: Das habe ich nie richtig gelernt.
00:22:51: und dann kommt so ein kleiner Mensch in dein Leben und er macht erst mal gar nichts anderes als Leben!
00:22:59: Der ist einfach nur rein.
00:23:03: Ich lerne da jeden Tag was wirklich jeden Tag und dann bin ich einfach losgelaufen.
00:23:14: So, und jetzt kommt das was ich überhaupt nicht kommen sah.
00:23:17: Die eine Freundin die ich noch hatte kam und die hat noch ein paar Menschen zusammen gedrommelt und die haben mir zusammen die Wohnung gestrichen.
00:23:24: Ich war da schon hoch schwanger.
00:23:27: Dann waren da Menschen die ich über Telegram kennengelernt hatte.
00:23:31: Die habe mir Pakete geschickt, Gardinen, Kissen und Sachen für die Kleine gestrickt und gehegelt.
00:23:37: Ich kannte sie nicht persönlich kein Stück.
00:23:40: Dann Menschen aus der Nachbarschaft, die ich auch nicht kannte.
00:23:43: Die einfach geholfen haben und dann kleiner zeigen.
00:23:48: also das muss ich dir erzählen.
00:23:51: meine Mutter wollte einen Wickeltisch kaufen so ein weißes Ding aus Press sparen Und das sollte fast dreieinhalb Euro kosten.
00:24:01: und ich habe gesagt guckt ihr das halt doch mal an dass sehe ich nicht ein.
00:24:06: Dann habe ich geguckt Unterstand das komplette Kinderzimmer drin für dreieinhalb Euro, Wickeltisch, Schrank und Bett.
00:24:15: Dass man später zum Jugendbett umbauen kann – alles Vollholz!
00:24:21: Und der Mann hat gesehen dass ich hoch schwanger bin und nur einen Helfer dabei habe und ist mitgefahren und hat mir alles mit hochgetragen.
00:24:31: Die Wohnung selber war auch so eine Sache.
00:24:35: Ich habe erst gedacht Jennifer, in deiner Situation hast du überhaupt kein Recht dir was zu wünschen.
00:24:40: Sei froh wenn du etwas kriegst.
00:24:44: und dann habe ich gedacht ne Jenny!
00:24:48: Und ich hab mir aufgeschrieben was ich gerne hätte.
00:24:51: Hell sollte sie sein einen Balkon eine schöne Küche weil ich keinen Korre oder Geld hatte mehr eine zu kaufen zwei möglichst gleich große Zimmer... ...und eine Badewanne.
00:25:04: Und genau das ist es geworden.
00:25:06: Genau das Und ich sage ganz ehrlich, leicht war da überhaupt nichts.
00:25:15: Ich musste suchen und fragen und organisieren und hinterher telefonieren.
00:25:21: Ich hatte mich nämlich für eine Hausgebot entschieden.
00:25:24: Ich hätte schon angefangen neue Wege zu gehen so gut es mir allein eben möglich war.
00:25:31: Und dann brauchst du eine Hebamme die das macht – und die hatte ich nicht!
00:25:36: Die, die ich am Ende hatte habe ich richtig breit gequatscht.
00:25:40: Der hat gesagt, eigentlich mache ich das so gar nicht und eigentlich wohnst du auch viel zu weit weg.
00:25:46: Und ich hab geredet und gereded und gredet... ...und trotzdem hergestellt habe ich davon nichts!
00:25:55: Ich habe es gefunden.
00:25:57: Es war da.
00:25:59: Ich habe damals gedacht, ich bin auf dem rechten Weg und ich glaube dass bis heute.
00:26:05: Weißt Du was Recht eigentlich heißt?
00:26:10: Gerade gerade gerichtet?
00:26:14: Da steckt dasselbe drin wie in aufrichtig und sich aufrichten.
00:26:22: Und genau das ist es, erst gehst du ganz runter und guckst dir an was da unten liegt Dann wirst Du aufrichtigt zu Dir selber und dann richtest Du Dich auf.
00:26:38: Das ist der rechte Weg Der.
00:26:41: gerade Für mich hat sich das damals angefühlt Als würde da was mitgehen, als würde ich getragen.
00:26:52: Manche nennen es Liebe, manche nenne es Universum und manche nennt es Gott.
00:27:00: Du musst das gar nicht benennen!
00:27:02: Was sie sagen kann ist etwas anderes.
00:27:05: Ich habe entschieden – ich habe mir sogar aufgeschrieben, was ich haben will.
00:27:12: Was ich nicht mehr gemacht hab, ist festlegen wie es kommen muss.
00:27:19: Vertrauen heißt für mich nicht, dass es gut ausgeht.
00:27:22: Vertrauen heißt das ich losgehe ohne es vorher zu
00:27:26: wissen.".
00:27:28: Ich dachte, ich hätte alle verloren!
00:27:32: Dann habe ich ja gesagt zu was dessen Ende ich nicht kannte.
00:27:36: und während ich gegangen bin ist ein Netz entstanden.
00:27:41: Und weißt du was?
00:27:43: Ich hab in Folge zwei gesagt wer fällt der braucht einen Netz.
00:27:49: Ich habe dir nie erzählt, dass ich selber mal eins gekriegt habe und ich glaube es konnte auch erst kommen als da nur noch ich stand.
00:27:58: Ohne das funktionieren ohne das angepasste Vorher stand ja meistens die im Weg die funktioniert hat.
00:28:10: Ein zwei von den alten sind übrigens wieder dabei weil sie sich auch bewegt haben.
00:28:16: Das eine schließt das andere ja nicht aus.
00:28:20: Und jetzt könntest du denken schön Jennifer Alles gelernt, alles gut durch.
00:28:26: Das hört sich ja immer so an ne?
00:28:28: Man hat seinen Prozess gemacht man ist geheilt und fertig.
00:28:33: Nee!
00:28:34: Vor kurzem hat mich was so getroffen das alles wieder da war.
00:28:41: Und es geht gar nicht darum was es war Es geht darum wie's dich angefühlt hat.
00:28:46: Es hat mir den Hals zugeschnürt Und die Luft zum Atmen genommen.
00:28:51: Mir wurde heiß, es wurde eng.
00:28:53: Mein Herz ist gerannt.
00:28:56: Und dann kam alles auf einmal, die Panik, die Wut und danach die Traurigkeit – alles worüber wir hier die letzten Folgen geredet haben.
00:29:05: Irgendwas war aber anders!
00:29:09: Ich bin nicht komplett drin verschwunden.
00:29:12: Ich habe mich gesammelt.
00:29:13: Nicht sofort, aber irgendwann.
00:29:15: Dann wollte ich verstehen was da eigentlich passiert ist und wo das herkommt.
00:29:22: Früher wäre ich einfach mitgerissen worden.
00:29:27: wieder so erwischt.
00:29:28: Ich bin jahrelang echt gut klargekommen, ich bin unterm Radar gelaufen, mich hat vieles einfach nicht mehr gepackt und dann habe ich ein Kind gekriegt und plötzlich geht es nicht mehr um
00:29:40: mich.".
00:29:42: Das ist eine ganz andere Nummer!
00:29:44: Für mich selber konnte ich vieles aushalten oder weglassen.
00:29:48: wenn's um mein Kind geht kriegt mich das an einer Stelle an der ich vorher gar nicht mehr erreichbar war.
00:29:58: Manche Sachen kommen einfach normal und dann nochmal eine Ebene tiefer.
00:30:06: Und dann hat eine Freundin was zu mir gesagt, sie sagte Jenny schau doch mal wie gut du verbunden bist.
00:30:12: Schau mal was du für Menschen auf deinem Weg hast!
00:30:16: Und weißt du was?
00:30:17: Das war für mich völlig selbstverständlich geworden.
00:30:20: ich habe das gar nicht mehr so gesehen in dem Moment.
00:30:24: Nicht weil ich blind war sondern weil es einfach da war.
00:30:29: man gewöhnt sich schnell an Dinge Und da kommt auch wieder die Dankbarkeit ins Spiel.
00:30:34: Manchmal braucht es jemanden, der einem sagt was man hat.
00:30:38: So und wenn ich das alles zusammennehme dann komme ich bei einer Sache raus.
00:30:46: Ganz am Anfang habe ich gesagt dass in dem Wort Rückverbindung zwei Sachen stecken anbinden und acht geben.
00:30:53: Was ich da noch nicht gesagt hab'.
00:30:57: Das Anbinden geht in zwei Richtungen Zu mir und zu den anderen.
00:31:06: Meistens wird nur über das Erste geredet, zu sich selbst finden nach innen und oben.
00:31:11: Das ist alles richtig!
00:31:13: Und ich habe dir heute eine halbe Stunde lang genau davon erzählt.
00:31:18: Es hört da oft auf.
00:31:22: Ich hab bei einer Traumatharapäutin gelesen die größte Heilkraft für frühe Verletzungen liegt in unseren Beziehungen – nicht in der Stille, nicht allein.
00:31:39: Und damit das klar ist, ich habe keine Ahnung ob es immer so bleibt.
00:31:44: Es wackelt weiter!
00:31:45: Ich werde wieder wütend, ich kriege wieder Angst und verliere mich auch wieder.
00:31:50: Und weißt du woran ich trotzdem merke dass sich was bewegt hat?
00:31:56: Nicht daran dass ich ruhiger bin.
00:31:59: Ich bin nicht ruhiger sondern daran wie ich mich in meinen Verbindungen fühle Ob ich mich sicher fühl Wohlfühle, ob ich da drin lebendig bin.
00:32:18: Das ist mein Maßstab geworden!
00:32:22: Ich glaube auch nicht dass wir hier irgendwann fertig sind erleuchtet angekommen durch wobei... Ich glaub das geht so lange wie hier sind.
00:32:36: und weißt du was daran das Schöne ist?
00:32:40: Dann bist du auch nicht hinterher dann ist niemand weiter als Du.
00:32:45: Es gibt keine Stufe, auf der die anderen schon stehen und du noch nicht.
00:32:50: Und damit das klar ist ich bin keine Ärztin nun keine Therapeutin.
00:32:54: wenn bei dir wirklich gerade was zusammenbricht Wenn du nicht mehr schläft oder deinen Alltag nicht mehr schaffen dann hol dir da bitte Hilfe.
00:33:03: Ich bin für das da was danach kommt.
00:33:08: Was sich bei mir geändert hat es nur einst!
00:33:12: Ich verliere mich noch aber ich kenne inzwischen Wege zurück Und wenn ich sie gerade nicht sehe, dann gibt es heute Menschen die mich daran erinnern.
00:33:23: Wenn du hier neu bist – die letzten Folgen sind ein Weg!
00:33:27: Die Wut, die Trauer, die Angst, die Verwirrung und das hier ist was danach kommt.
00:33:35: auf earthgardien.de kannst Du Dich umschauen wenn Du magst.
00:33:40: da steht auch wie Ich arbeite und Du kannst Dich in mein Newsletter eintragen wenn Du willst dass ich Dir schreibe.
00:33:49: Ich gebe dir jetzt wieder eine Frage mit.
00:33:50: Du musst jetzt nicht beantworten, nimm sie in die nächsten Tage!
00:33:55: Wann hast du dich das letzte Mal selber gehört?
00:34:02: Das war Folge Sieben vom Earth Guardian Podcast.
00:34:06: Nächstes mal geht es ums Grenzensetzen – darum wo dein Nein eigentlich sitzt und was passiert wenn du es aussprichst.
00:34:16: Wenn dich das berührt hat.
00:34:19: abonnier gerne den Kanal Dann verbarst du die nächste Folge nicht.
00:34:23: Wieder Boden unter den Füßen, darum geht's hier!
00:34:29: Bis zum nächsten Mal!
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